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Sotaiho-Seminar mit Kenji und Ulla Hayashi, am 27./28.01.2018 in Pferdsfeld

Zum Ende des Sotaiho-Seminars im vergangenen September äußerten mehrere Teilnehmer den Wunsch, dass im Januar wieder ein Seminar stattfinden sollte.

Kenji und Ulla haben am letzten Wochenende im Januar Zeit dafür.

Wir bitten um Anmeldung bis spätestens 10.12.2017

Hier die Ausschreibung:

Sortaiho-Seminar im Januar 2018

Sotai (Buch-Auszug)

Diagnostik und Therapie gestörter Bewegungsformen

Die tägliche Gesundheitspflege

Nach allem, was in diesem Buch bisher aus­geführt wurde, sollten sich die Grundregeln zur Wiederherstellung der körperlichen Gesundheit dem Leser vermittelt haben. Einige Störungen des gesunden Körpergefüges sind jedoch kaum zu vermeiden, sie treten weiterhin im Rahmen unserer alltäglichen Ver­richtungen auf. Wenn ein Mensch ständig gegen die natürlichen Bewegungsprinzipien verstößt, wird es ihm nicht gelingen, es in einer Kunstform oder einem Handwerk zur Meister­schaft zu bringen.

Diagnose

Das Vorhandensein von Störungen kann ganz einfach herausgefunden werden, indem man bei den ersten Anzeichen eine einfache Mobilitätsprüfung durchführt. Leichtere Stö­rungen können behoben werden, wenn man sich tagsüber Zeit nimmt, seinen Körper zu beobachten und einige der Sotai-Übungen durchzuführen. Jede Maschine muss regelmä­ßig gewartet werden, wenn sie funktionieren soll und mit dem menschlichen Körper verhält es sich nicht anders. Die Verbesserung und der Erhalt der Gesundheit ist etwas, wofür jeder einzelne selbst verantwortlich ist. Und es ist sicherlich nicht zu viel verlangt, die mühevol­leren Bewegungen herauszufinden und sie durch Bewegungen in die entgegengesetzte Richtung zu ersetzen.

Atmung

Um eine gesunde Atmung zu fördern, sollte man abends vor dem Einschlafen die Bauchat­mung üben. Ein Minimum von zehn tiefen Atemzügen ist zu empfehlen, wobei sich der Bauch von innen nach außen bewegt und man langsam ausatmet. Diese Atmung muss täglich wiederholt werden, bis zwei bis drei Atemzüge pro Minute möglich sind, ohne dass man sich dabei unwohl fühlt.

Ernährung

Die makrobiotische Richt­linie, die die Aufnahme von Gemüsen, Kör­nern und Fleisch im Verhältnis zu den Schnei­dezähnen, Backenzähnen und Eckzähnen empfiehlt, ist eine gute Faustregel.

Wir sollten die alte Weisheit respektieren, die uns lehrt, dass Natur und Mensch ein unteilbares Ganzes sind. Auch unsere Ernäh­rung sollte von diesem Gedanken bestimmt sein. Idealerweise findet jeder selbst für sich heraus, welche Art von Nahrung für ihn am bekömmlichsten ist. Es ist erstaunlich, wie wenig Nahrung ein Mensch tatsächlich braucht, um gesund zu bleiben. Das Wichtigste ist nicht die Menge an Nahrung, sondern wie gut sie gekaut und verdaut wird.

Lebenseinstellung

Die beste Medizin für unsere geistige Gesundheit ist es, wenn wir die Welt positiv und optimistisch betrachten. Es ist möglich, die eigenen Gedanken zu steuern und an angenehme, schöne und erfreuliche Dinge zu denken. Wir sollten dankbar für alles Gute sein, das uns im Leben widerfährt und unserer Freude darüber Ausdruck geben. Es gibt nega­tive Dinge, die sich nicht ändern lassen und es ist nicht sinnvoll, sich darüber zu große Sorgen zu machen. Noch weniger von Nutzen ist es, darüber zu reden. Mit unseren Worten geben wir unserem Herzen Vorgaben und wirken so auf unsere geistige Gesundheit ein. Denken Sie also daran, dass ihre Worte wie ein Steuer­rad sind, das Ihr Geschick leitet.

Sitzhaltung

Unsere Füße sind das Fundament unseres Körpers. Aus diesem Grund sind auch die Zehen von ganz besonderer Bedeutung; es kann sehr von Nutzen sein, die Seiza-Haltung einzunehmen. Diese Sitzweise ist dann kor­rekt, wenn wir die Beine untereinander schlagen und aufrecht auf den Fußsohlen sitzen. Die Wirbelsäulen-Bewegungen, wie Vor- und Rückwärtsbeugung, rechte und linke Beugung und die Rotation in beide Richtungen können jeden Tag in der Seiza-Haltung praktiziert wer­den, um auf diese Weise Schmerzen oder Bewegungen, die unangenehm sind, zu lokali­sieren. Die Sotai-Bewegung ist die ungestörte Bewegung in die entgegengesetzte Richtung.

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Seiza
Therapie

Der Therapeut sollte beim Untersuchen und Korrigieren der druckempfindlichen Stellen nicht zu ängstlich bemüht sein. Die empfind­liche Stelle am Körper verhält sich zur zugrun­deliegenden Störung und zum Zentralnerven­system wie das Bild, das von einem Projektor auf eine Leinwand geworfen wird. Die Bilder oder „Schatten“ erscheinen auf der Leinwand, weil ein Dia zwischen den projizierenden Lichtstrahl und die Leinwand gebracht wird. Die Bilder wechseln jedes Mal wenn das Dia wechselt. Es ist sinnlos, lediglich die „Schat­ten“ auf der Leinwand einfangen zu wollen. Man vermutet, dass abnorme Druck-Empfindlichkeit häufiger im Bereich der Muskelpro­teine – vergleichbar mit dem Dia – als im Bereich der Neurotransmitter – vergleichbar mit der Leinwand – zu suchen ist.

Methode

Der Autor des vorliegenden Buches begann mit seiner medizinischen Praxis mit knapp dreißig Jahren im unmittelbaren Anschluss an seine Arbeit als Wissenschaftler in der Neurophysiologie. Seit dieser Zeit hat er Tausende von Patienten mit einer Vielzahl von Beschwerden behandelt. Während all dieser Jahre klinischer Erfahrung, hatte er die Mög­lichkeit, die Brauchbarkeit der verschiedenen traditionellen Heilmethoden Japans zu über­prüfen. Schließlich kam er zu dem Schluss, dass ihnen allen ein roter Faden zugrunde lag: Alle diese Methoden praktizierten eine Form der externen Stimulation, um die Gesundheit eines Menschen wiederherzustellen.

Die Technik, eine Rückwärtsbewegung in die ungestörte Richtung auszuführen und am Ende sofort die Spannung zu lockern, wurde 1920 von Michio Takahashi, dem Begründer der Seitai-Schule, entwickelt. Diese Ent­deckung ist es wert, in den Annalen der Medi­zingeschichte besonders erwähnt zu werden.

Gesundheit ist das natürliche Ergebnis der richtigen Lebensweise. Die Verantwortung für die eigene Lebensweise muss jeder für sich selbst übernehmen, niemand kann sie einem abnehmen. Das zu verstehen ist die Grundlage dafür, die Gesundheit wiederherzustellen und zu erhalten. Yoga und viele andere Schulen lehren diesen Grundsatz seit Tausenden von Jahren, doch nirgendwo sind die Prinzipien der Bewegungslehre so wie hier beschrieben. Es ist zu hoffen, dass in Zukunft ein umfassende­res Verständnis aller Heilmethoden durch den hier angebotenen Ansatz erreicht wird.

aus: Sotai, Diagnostik und Therapie gestörter Bewegungsformen

Das Buch ist schon seit vielen Jahren vergriffen und wird deshalb sehr teuer antiquarisch angeboten.

Eine wesentlich günstigere Alternative und ein für westliche Leser methodisch besser aufbereitetes Buch kommt im Juni in einer neuen Auflage heraus. Das Buch ist von Kenji und Ulla Hayashi.

Sotaiho eine Methode zur Förderung der Gesundheit

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Kenji Hayashi zeigt eine Sotaiho-Bewegung

 

Dr. Hashimoto machte die Erfahrung, dass bei angenehmen Bewegungen, bei Bewegungen zu einer schmerzfreien Richtung, die Verspannungen nachließen und auch die Fehlstellungen im Knochenskelett zurück gingen. Dieser Effekt verstärkte sich, wenn der Patient bei den Bewegungen bewusst Atmung und Körperentspannung einsetzte. Als Folge der Übungen kam nicht nur der Körper wieder ins Gleichgewicht, Dr. Hashimoto bemerkte auch, dass sich die Psyche und die allgemeine Gefühlslage zum Positiven entwickelten und gleichzeitig eine Verbesserung, bzw. Heilung der Krankheit zu beobachten war.

Text: Schule für Atmung und Bewegung, Hannover

Nächstes Sotaiho-Seminar in Lichtenfels:

19./.20.09.2015

 

Klicken Sie auf den untenstehenden Link, dann öffnet sich die Seminarausschreibung.

 Sotai Seminar 2015